Künstler unter sich

Heute sind die Klausner ein kreativer Kreis von Künstlern und Kunstfreunden, die Eines gemeinsam haben: die Freude am künstlerischen Schaffen. Maler, Musiker, Schreiner, Grafiker, Bilderhauer und andere Kreative inspirieren sich gegenseitig und leisten einen lebendigen Beitrag zur bayerischen Kunst- und Kulturszene.

von Christopher Pilz, Dominik Harsch, Kevin Varga und Sebastian Troll

Heimat der Künstlerklause ist seit 1882 der Nürnberger Tiergärtnertorturm. Der Mietvertrag von damals gilt noch heute. Hier treffen sich die Mitglieder jeden Donnerstag zum kulturellen Austausch und gemeinsamen Malen und Zeichen. Neue Gesichter, vor allem junge Künstler sind immer herzlich willkommen. Die Geschichte der Künstlerklause zeigt: Etwas Neues aus der Taufe zu heben, kann der Anfang einer langen Tradition werden. Es war ein kalter Dezembertag im Jahr 1858 in Nürnberg. Weihnachten war vorbei und Silvester stand vor der Türe. Eine Zeit, die Menschen schon damals am liebsten zu Haue verbrachten. Doch eine Handvoll Schüler der Kunstgewerbeschule hatte andere Pläne. Die jungen Leute trafen sich im Wirtshaus „Grauer Kater“ und beschlossen, die Künstlerklause Nürnberg ins Leben zu rufen: Um durch „Gedankenaustausch sich gegenseitig zu unterhalten, zu bilden und in künstlerischem Geist zu fördern“. Gemeinsam feierten sie die Gründung und stießen dann auf ihren neuen Verein an. Ob sich einer der Burschen damals träumen ließ, dass es ihre Künstlerklause 155 Jahre später immer noch geben wird?

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