18. September 2026 – 29. August 2027 | Archäologische Staatssammlung München | Stonehenge, der berühmte prähistorische Steinkreis im Südwesten Englands, wird durch neue archäologische und naturwissenschaftliche Erkenntnisse so umfassend verstanden wie nie zuvor. Die internationale Ausstellung „Stonehenge. Uralte Geheimnisse, neue Entdeckungen“ präsentiert aktuelle Forschungsergebnisse anhand von rund 600 Originalobjekten, Repliken und immersiven Medieninstallationen. Nach erfolgreichen Stationen in Nordamerika ist sie nun erstmals komplett überarbeitet – und ergänzt um Funde aus Bayern – in Mitteleuropa zu sehen!
Ausstellung

kunst galerie fürth: „Seungyeon Jo – Streik gegen mich selbst“ – Ausstellung
4. Juli – 30. August 2026 | kunst galerie fürth | Vollgepackte enge Räume, überformte Körper, Gliedmaßen, die den Bildraum ausfüllen, und rätselhafte Apparaturen gepaart mit surrealen Elementen prägen die Bilder und Zeichnungen von Seungyeon Jo (*1994, Seoul, Südkorea). Ausgangspunkt ist ihr persönlicher Lebensradius, der in den Arbeiten zugleich zum Spiegelbild gesellschaftlicher Mechanismen wird und den die Künstlerin mit beobachtendem und anteilnehmendem Blick nachzeichnet. Im Fokus steht hierbei die Auseinandersetzung mit Alltagserfahrungen, kulturellen Brüchen und Identität, die für die Künstlerin als asiatische Frau und Migrantin ständig präsent sind. Bewusst lässt Seungyeon Jo in die Bilder Hinweise auf ihre Herkunft und Identität einfließen und spielt darin sowohl mit traditionellen koreanischen Malereistilen als auch Genres. In ihren erzählerischen Bildern eröffnet die Künstlerin ein facettenreiches surreales Panorama aus Freude, Schmerz und Humorvoll-Absurdem. Für die Ausstellung in Fürth verlässt die Künstlerin punktuell die klassische Präsentationsform und erweitert sie mittels einer Wandmalerei sowie einer ausladenden Konstruktion aus hölzernen Latten, an denen die Bilder wie an Armen in den Raum ragen.

Neues Museum Nürnberg: „Alexandra Grant. Ein Stern genügt, um an das Licht zu glauben“ – Ausstellung
17. Juli – 11. Oktober 2026 | Neues Museum Nürnberg | Das Neue Museum Nürnberg zeigt ab Mitte Juli die Ausstellung „Ein Stern genügt, um an das Licht zu glauben“ der amerikanischen Künstlerin Alexandra Grant (*1973). Für das Neue Museum Nürnberg erschafft sie acht große Gemälde auf Basis von literarischen Texten von acht Autorinnen. In ihren Werken werden Literatur, weibliche Weltaneignung und Malerei eins. Es ist die erste Einzelausstellung der Künstlerin in einem deutschen Museum und ihre zweite in Europa. Die Ausstellung untersucht exemplarisch die Rolle von Frauen in der Vergangenheit und Gegenwart der deutschen Literatur. Zu den behandelten Themen gehören die Selbstfindung von Frauen durch das Schreiben im Laufe der Geschichte (im Konflikt mit kulturellen und gesellschaftlichen Erwartungen), Migration nach und aus Deutschland sowie innerhalb Deutschlands. Auch spirituelle Erfahrung und Expertise, Depression und Hoffnung, Krieg, Armut und Zugang zu Ressourcen sowie Humanismus und Diskriminierung gehören zum Spektrum. Die Autorinnen erheben ihre Stimmen, zu denen Alexandra Grant ein künstlerisches Echo schafft. Durch Typografie und Komposition, die die Künstlerin für jeden Text spezifisch entwickelt, thematisiert sie weibliche Sprache und weibliche Erfahrungshorizonte.

Museum Werdenfels: „Vergessene Künstlerinnen“ – Ausstellung
19. Juni 2026 – 14. Februar 2027 | Museum Werdenfels | Die Schau präsentiert drei Malerinnen aus drei Generationen mit sehr verschiedenen Lebensläufen und Kunstauffassungen: Hermine Biedermann-Arendts (1855 München – 1916 Garmisch-Partenkirchen), Anna von Schubert (1884 Riga – 1964 München) sowie Gusti Knight-Stinnes (1912 Mühlheim a. d. Ruhr – 1978 Garmisch-Partenkirchen). Das Werk der drei Künstlerinnen steht exemplarisch für viele Künstlerinnen, die zwischen Mitte des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts geboren wurden, die sich mit Begabung, Konzentration und großer Ernsthaftigkeit der Malerei widmeten, deren Stimmen im Kunstbetrieb jedoch kaum Gehör fanden. Die Ausstellung zeigt, welche Herausforderungen es für die Künstlerinnen bedeutete, sich in einer Männerdomäne zu behaupten. Alle drei wählten stilistisch einen individuellen Weg, um ihre Kunst verwirklichen zu können und Nischen zu besetzen.

Neue Wahrheit? Kleine Wunder! Die frühen Jahre der Fotografie
An Schnappschüsse, wie sie die heutige Gesellschaft im Zeitalter des Smartphones zu tausenden macht, war noch nicht zu denken. Eine Fotografie war nicht nur in der Herstellung zeitaufwendig, sie musste auch gut vorbereitet sein. Daher wurde sie als Sieg des menschlichen Intellekts über die Kräfte der Natur zelebriert. Die Naturtreue war die neue Wahrheit. Das erste praktikable Verfahren zur Herstellung von Fotos entwickelte Louis Daguerre (1787-1851) 1839 mit der nach ihm benannten „Daguerreotypie”. Sie gilt auch heute noch als das ästhetisch vollkommenste Stadium der Fotografiegeschichte. (Quelle: Museum Georg Schäfer)





