Improvisationsmusik im Klangraum

Rayka Wehner und Anna Späth sind ein musikalisches Improvisations-Duo aus Nürnberg und Umgebung. Wehner ist ausgebildete Jazz-Sängerin und Späth spielt Polychorde: Zitter-artige breite Holzkörper, über die mehrere gleich gestimmte Saiten gespannt sind. Sie erzeugen beruhigende Klänge.

Redaktion: Jana Gumbert, Vincent Wolenik
Kamera, Schnitt, Colorgrading: Valentin Havenstein-Schilling, Jakob Wagenbrenner

Rayka und Anna lernten einander durch ein Engagement über die bildende Künstlerin Renate Kirchhoff-Stahlmann kennen. Das Duo vertonte zwei Bilderzyklen von Kirchhoff-Stahlmann. Ihr Projekt „Zeitenzyklus“ handelt von menschengemachter Beschleunigung der Zeit sowie der Möglichkeit, zu entschleunigen.

Im Mai dieses Jahres nahmen Rayka und Anna eine CD auf in der St. Martha-Kirche in Nürnberg. Sie befindet sich derzeit noch in der Produktion und soll, nachdem sie gemischt, gemastert und gepresst ist, Anfang des neuen Jahres direkt über die Internetseiten der Künstlerinnen (raykawehner.de, klangraum-schoenberg.de) zu bekommen sein.

Rayka und Anna stellen sich vor, auf Freiluftbühnen, in Museen, an unkonventionellen Orten, als auch bei Zuhörer:innen zuhause Konzerte zu geben. Über kommende Termine informiert Wehner auf ihrer Homepage. Über die Entwicklung der Beziehung zwischen den beiden sagt Rayka, sie seien „feiner“ geworden, was den Klang betrifft. Außerdem seien sie in ihrer musikalischen Bandbreite „viel vielfältiger“ geworden, so Wehner. „Das Vertrauen ist gewachsen“, meint sie, nachdem sie und Anna einander persönlich intensiver kennengelernt hätten. „Wir können einander besser einschätzen“, sagt Wehner jetzt.

Rayka berichtet im Interview, die beiden freuten sich sehr, wieder für Publikum spielen zu dürfen. „Das Publikum bringt viel mit“, sagt sie. Die Zuhörer:innen würden je nach Wesen, Art ihres Zuhörens und situativer Stimmung viel mit ins Konzert reintragen. „Das alles beeinflusst Anna und mich sehr“, so die Sängerin. Das Duo begann Anfang 2020 mit den Proben zur Vertonung des Zeitenzyklus‘ von Renate Kirchhoff-Stahlmann. Die bebilderte Entschleunigung sei damals durch die Pandemie Wirklichkeit gewesen, so Wehner. Jetzt gibt sie das Motto „Puls der Zeit“ zu Protokoll.

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