Kulturveranstalter

Schloßmuseum der Stadt Aschaffenburg

Adresse

Schloßplatz 4
63739
Aschaffenburg

Kontakt

Telefon: 06021/386740
Fax: 06021/3867430

museum@aschaffenburg.de

http://www.aschaffenburg.de

Das Schloßmuseum der Stadt Aschaffenburg befindet sich im 2. Obergeschoß von Schloß Johannisburg. Durch die umfangreichen Stiftungen Lautenschläger und Gentil 1942 bzw. 1951, aber auch durch den während der Wiederaufbauzeit nach dem Zweiten Weltkrieg sprunghaft gewachsenen Komplex der Bodenfunde hatten sich die städtischen Sammlungen beträchtlich erweitert. Daher baute man bei der Wiederherstellung des kriegszerstörten Schlosses ab 1956 Räume für die stadt- bzw. schloßgeschichtlichen und die reichen kunsthandwerklichen Sammlungen der Stadt aus. 1972 konnten sie mit einer Ausstellungsfläche von fast 2000 m² eröffnet werden. Der Rundgang beginnt mit Erinnerungen an die Schloßbauzeit: Im Bergfried, dem wuchtigen Turm der alten Burg, den Ridinger in seinen Neubau einbezog, sind neben Beispielen für die Bauplastik des Schlosses vor allem Werke des Bildhauers Hans Juncker (1582 - 1623/24) ausgestellt, der auch die Schloßkapellenausstattung schuf. Stadtansichten und Modelle schließen sich an. Im "Zunftsaal" werden Fahnen, Zunftzeichen, -truhen und -siegel gezeigt, ebenso Hinweise auf die Industrialisierung Aschaffenburgs im 19. Jahrhundert und die Buntpapierfabrikation. Dort finden auch Sonderausstellungen zu archäologischen und kunsthistorischen Themen statt. Der "Kurfürstenraum" enthält Renaissancemöbel, darunter ein repräsentatives Fragment der Ende des 18. Jahrhunderts zerstörten Schloßeinrichtung der Ridinger-Zeit, außerdem verschiedene Objekte und Porträts der Mainzer Kurfürsten. "Silberkammer" und "Jagdraum" erinnern an die fürstliche Vergangenheit Aschaffenburgs. Die folgenden Räume präsentieren Kunsthandwerk des 17. bis 19. Jahrhunderts als den herausragenden Schwerpunkt der städtischen Sammlungen im Schloß: Zinn, Steinzeug, Fayencen, Glas, Porzellan, jeweils kombiniert mit Möbeln, Gobelins, Bildern, Kron- und Wandleuchtern. Von besonderem Interesse ist die in einem eigenen Raum aufgebaute Apotheke (Ende 18. Jh.) aus dem ehemaligen Reichsstift St. Emmeram in Regensburg. Das "Biedermeierzimmer" schmückt eine Jagdtapete aus Rixheim/Elsaß. Daran schließt sich das "Clemens-Brentano-Gedächtniszimmer" an, das Schenkungen aus dem Nachlaß des Dichters (1778-1842) bewahrt. Ein Raum ist der Dammer Steingut-Manufaktur gewidmet, die zwischen 1830 und 1880 im heutigen Aschaffenburg-Damm florierte. Er zeigt neben Geschirren zahlreiche Beispiele für die aus den originalen Rokokoformen der Höchster Porzellanmanufaktur in Steingut nachgearbeiteten Figürchen und Figurengruppen nach Entwürfen von Johann Peter Melchior. Zum Abschluß des Rundgangs sind Beispiele aus der Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst zu sehen. April-Sept. Di.-So. 9.00-18.00 Okt.-März Di.-So. 10.00-16.00

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