Kulturveranstalter

Kunstsammlungen der Veste Coburg

Adresse

Veste Coburg
96450
Coburg

Kontakt

Telefon: 09561/8790
Fax: 09561/87979

sekretariat@kunstsammlungen-coburg.de

http://www.kunstsammlungen-coburg.de

Die Veste Coburg, auch die "Fränkische Krone" genannt, erhebt sich mit ihren gewaltigen Mauern und Türmen hoch über der Stadt. Einen ersten kulturellen Höhepunkt erlebte sie in staufischer Zeit, einen zweiten im 15./16. Jahrhundert unter den sächsisch-thüringischen Wettinern. Erst 1920 kam Coburg zu Bayern, die Kunstsammlungen der Veste in den Besitz der Coburger Landesstiftung. Ende der 30er Jahre des 19. Jahrhunderts begann man, die Festung, die als solche bis 1802 gedient hatte, allmählich in ein Museum zu verwandeln. Dieser Prozeß ist noch immer nicht abgeschlossen. Bisher sind die Kunstsammlungen der Veste Coburg in drei großen Häusern des zweiten Burghofes untergebracht: im Carl-Eduard- Bau, in der Steinernen Kemenate und im Herzoginbau. Nach erfolgter Sanierung ist die Nutzung des Fürstenbaus und der Lutherkapelle im ersten Burghof durch die Kunstsammlungen geplant. Die berühmte Sammlung des frühen venezianischen Glases und das neuere Kunsthandwerk des 16. bis 19. Jahrhunderts werden im Carl-Eduard-Bau präsentiert, die Rüstkammer, die Jagdwaffensammlung, die Wagen- und Schlittensammlung sowie die umfangreiche Sammlung mit Keramik von der Frühzeit bis zur Gegenwart im Herzoginbau. Die Steinerne Kemenate enthält eine bedeutende Schausammlung mit Kunst und Kunstgewerbe vornehmlich des ausgehenden Mittelalters und der beginnenden Neuzeit, darunter ritterliche Turnierwaffen, über 20 Gemälde von Lucas Cranach und insbesondere 42 Werke der altdeutschen Malerei (Dürer, Grünewald, Holbein, Burgkmair u.a.) als Leihgabe der Sammlung Georg Schäfer, Schweinfurt. Das zeitgenössische Glas ist seit 1989 im "Museum für Modernes Glas" in der Orangerie des Schlosses Rosenau, Rödental, ausgestellt. Drei Sammlungsbestände begründen die internationale Bedeutung der Kunstsammlungen der Veste Coburg: das Kupferstichkabinett mit einer Graphiksammlung von ca. 350 000 Blatt, die Glassammlung mit mehr als 4000 Gefäßen und die Historische Waffensammlung mit ca. 10 000 Objekten und einer Rüstkammer des 16./17. Jahrhunderts. Weitere Glanzstücke sind die beiden ältesten noch funktionsfähigen Kutschen Europas (16. Jh.), die Reihe der barocken Carousselschlitten, die Sammlung Creußener Krüge, zahlreiche herausragende Möbelstücke und die wichtige Sammlung altdeutscher Malerei. Zu nennen wären ferner das "Hedwigsglas" mit seltenem islamischen Glashochschnitt aus dem 10./11. Jahrhundert, das im Besitz Martin Luthers gewesen ist, und der älteste vollständig erhaltene eiserne Ofen aus den Jahren nach 1500 sowie das ottonische Elfenbeinrelief aus der 2. Hälfte des 9. Jahrhunderts im Buchdeckel des Gandersheimer Evangeliars. Von besonderem Interesse unter den historischen Räumen sind die Luther zimmer, in denen der Reformator 1530 ein halbes Jahr gelebt hat, und das Jagdintarsienzimmer, eine wohl 1632 vollendete und holzvertäfelte Prunkstube, außerdem die große Hofstube, der 1504 fertiggestellte Festsaal der Veste Coburg, in dessen lichtdurchfluteter Weite sich bereits das Wohngefühl der beginnenden deutschen Renaissance erahnen läßt. Die ständigen Ausstellungen werden laufend durch Sonderausstellungen ergänzt. April-Okt. Di.-So. 10.00-17.00 Nov.-März Di.-So. 13.00-16.00

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