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97070
Würzburg

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museen@bistum-wuerzburg.de

http://www.domschatz.bistum-wuerzburg.de

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 14.00 ? 17.00 Uhr

Sowohl die Säkularisation von 1803 als auch der verheerende Stadtbrand vom 16. März 1945 haben dem einstmals bedeutenden Würzburger Domschatz schwere Lücken zugefügt. Nichtsdestotrotz konnten bedeutende Stücke wiedergefunden, zurückgekauft und schließlich auch restauriert werden.
Diese Bestände werden seit dem Jahr 2000 in einem Seitenflügel des von Balthasar Neumann erbauten Marmelsteiner Hofes der Öffentlichkeit präsentiert. Die barocken Gewölbe sowie die museale Einrichtung wecken beim Besucher Assoziationen an eine Schatzkammer. Auf eine rein kunsthistorisch ausgerichtete Präsentation der Objekte wurde gänzlich verzichtet. Die Ausstellung erschliesst die Stücke über die verschiedenen Nutzungen der Domkirche als Begräbnisraum, als Raum für die Liturgie des Domkapitels sowie der Dompfarrei und schließlich als Bischofskirche. Dem Besucher soll hier vermittelt werden, dass Domschätze kein reiner Selbstzweck sind, sondern in enger Verbindung mit ihrer Kathedralkirche zu sehen sind. Beim Betreten der Schatzkammer fällt der Blick auf eines der ältesten Stücke, einen romanischen Türzieherlöwen. Dessen zeitgleiches Gegenstück wie auch ein wohl um 1575 nachgegossenes Paar konnten mittlerweile wieder in das Eigentum der Domkirchenstiftung überführt werden. Weiter sind Textilien und Goldschmiedearbeiten des hohen Mittelalters zu sehen, die beim Wiederaufbau der Nachkriegszeit aus Bischofsgräbern geborgen wurden. Besonders die Grabkelche des 13. Jahrhunderts bedeuten einen großen Zuwachs für die Geschichte der mittelalterlichen Goldschmiedekunst Frankens. Im anschließenden Raum findet der Besucher Vasa Sacra, die vor allem nach ihrer Funktion präsentiert werden, um auch kirchenferne Besucher mit deren Nutzung vertraut zu machen. Hervorzuheben ist die goldene, sogenannte ?Greiffenklau-Monstranz? von 1710. Sie gehört zu einer Gruppe von nur drei aus Gold gearbeiteten Monstranzen in Deutschland. Der abschliessende Raum zeigt Insignien und Paramente der Würzburger Bischöfe vom 17. bis zum 20. Jahrhundert. Dazu gehört die ?Kirchenvätermitra? aus der Zeit um 1637, die im Jahre 1988 unter abenteuerlichen Umständen wiedergefunden wurde. Sie ist ein Spitzenstück plastischer Stickerei. Auch der Huttenornat aus der Zeit um 1720 nimmt sicherlich einen herausragenden Platz unter den Paramenten des Barock ein.
Weitere Informationen und Gruppenführungen, auch in Englisch, über obige Adresse oder das Internet.
Jürgen Emmert, Kunstreferat der Diözese Würzburg

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