Kulturveranstalter

Diözesanmuseum St. Ulrich

Adresse

Domplatz 2
93047
Regensburg

Kontakt

Telefon: 0941/51688
Fax: 0941/595322531

http://www.museeninbayern.de/fds/museum.php?856

Das Diözesanmuseum St. Ulrich ist in der glücklichen Lage, seine Exponate in einem der interessantesten frühgotischen Kirchenbauten Deutschlands zeigen zu können. Das ursprünglich in den Jahren von 1220 bis 1230 wahrscheinlich als herzogliche Palastkapelle errichtete Bauwerk dürfte spätestens gegen 1240 seine Funktion als Dompfarrkirche St. Ulrich erhalten haben. Nach mehrjähriger Restaurierung konnte 1986 die in der Mitte des 19. Jahrhunderts gegründete Diözesankunstsammlung in der seit 1824 profanierten Kirche ausgestellt werden. Gleichzeitig wurde der Raum einer zweiten Nutzung als Stationskirche des Bischöflichen Domkapitels zugeführt und damit eine einzigartige Symbiose von Gottesdienstraum und kirchlichem Museum erreicht. Im Kirchenraum von St. Ulrich mit seinem Freskenschmuck des 13. bis 16. Jahrhunderts sind in chronologischer Anordnung Kunstwerke vom 11. bis 20. Jahrhundert aufgestellt. Gemälde, Skulpturen und Goldschmiedekunst des Mittelalters findet man im Erdgeschoß, während die Emporen der Kunst der Renaissance, des Barock und Rokoko sowie des 19. Jahrhunderts gewidmet sind. Zeitgenössische Kunst befindet sich im Eingangsbereich des Erdgeschosses. Unter den Exponaten ragen die als Leihgaben gezeigten Kirchenschätze der ehemaligen Stifte St. Emmeram, St. Johann und Niedermünster hervor. Bedeutend sind die "Hirtenstäbe" der hll. Emmeram und Wolfgang aus dem 12. Jahrhundert sowie ein ebenso altes Ziborium aus Elfenbein und die "Wolfgangsmitra" vom Beginn des 13. Jahrhunderts. Besonders sehenswert ist das überlebensgroße Kruzifix über dem Zelebrationsaltar aus der ehemaligen Stiftskirche Obermünster aus der Zeit kurz nach 1200. Die Emailkunst ist durch ein Kunstwerk höchsten Ranges vertreten: Das um 1325/35 datierte Reliquiengefäß in der Form eines Schmetterlings symbolisiert das uralte Bild der unsterblichen Seele und die Auferstehung Christi. Als ein Hauptwerk der Regensburger Tafelmalerei gilt das Gemälde der "Schönen Maria" von Albrecht Altdorfer aus dem Jahre 1519, das sich im Eigentum des Kollegiatstifts St. Johann befindet. Moderne Skulptur ist durch eine Bronzeplastik des hl. Albertus Magnus (von 1260-1262 Bischof von Regensburg), einem Modell, 1955 von Gerhard Marcks für die Kölner Universität geschaffen, vertreten. Sonderausstellungen finden im Diözesanmuseum Obermünster am Emmeramsplatz 1 statt. April-Okt. Di.-So. 10.00-17.00

Menü