Adresse

91278
Pottenstein

Kontakt

Telefon: 09243/7221
Fax: 09243/7332

Burg.Pottenstein@t-online.de

http://www.BurgPottenstein.de

Die Burg Pottenstein, vermutlich eine Gründung des 10. Jahrhunderts zur Sicherung des Gebiets (Besitz des Markgrafen von Schweinfurt als Teil des Frankenreiches) nach Südosten, war nach seiner Vermählung mit der Markgrafentochter Judith, Wohnsitz des Aribonen Graf Botho von Kärnten (1027/28–1104), der sich seit 1070 Poto Comes de Potensteine nannte. Im Juli 2004 wird anlässlich des 900. Todestages von Poto Graf von Pottenstein eine Sonderausstellung in der Burg eröffnet. 1117 und 1121 weilte der Pommernmissionar Bischof Otto I, der Heilige auf der Burg. Einer der Räume ist dem Gedenken an die Heilige Elisabeth, ungarische Prinzessin und spätere Landgräfin von Thüringen, gewidmet, die sich im Jahr 1228 einige Zeit hier auf der Burg aufhielt. Bis zur Säkularisation 1803 diente sie über 700 Jahre dem Bischof von Bamberg als Amtsburg. Seit 1918 ist die Burg im Besitz der Familie Freiherr und Freifrau von Wintzingerode (1120 erstmals urkundlich erwähnt) aus dem thüringischen Eichsfeld und ein privat geführtes und bewohntes Museum, das vor- und frühgeschichtliche Objekte, eine Waffensammlung, Bücher und Briefe, und drei als Ensembles eingerichtete Schauräume präsentiert. In noch nicht öffentlich zugänglichen Gewölben der beiden Palas-Kellergeschosse wurden erst im April 2004 bei Bauforschungen durch den Burgenforscher und Mittelalterarchäologen Dr. Zeune unter anderem salierzeitliche Gewölbemauern aus der Zeit von Botho von Kärnten neben anderen mittelalterlichen Bauphasen datiert. Schon bisher galt die Burg Pottenstein aufgrund der umfangreichen Archivalien- und Quellenforschung als die älteste Burg in der Region der Fränkischen Schweiz, nunmehr kann sie im Gegensatz zu manch anderen noch erhaltenen zeitgenössischen deutschen Burgen auch noch auf Bauteile aus dieser Zeit verweisen. Zum Vergleich die Wartburg wurde 1060, die Neuenburg (bei Naumburg/Saale) 1090 von den Landgrafen von Thüringen gegründet. Zugänglich sind neben dem Unterburg-Burghof in der Oberburg das obere Hauptgebäude (Palas), das Brunnenhaus (Porzellan, Glas, Hausrat) und die Zehntscheune von 1580/81 mit Ausstellungen zum Zehntwesen von 1500 bis 1900 im Hochstift Bamberg, zur Besitzergeschichte der Burg und Wechselausstellungen. Neben dem Eindruck einer gut erhaltenen Burganlage des 16. Jahrhunderts mit viel mittelalterlicher Substanz als der ältesten Burg in der Fränkischen Schweiz bieten sich dem Besucher im Burggarten herrliche Ausblicke über Stadt und Landschaft. Öffnungszeiten: vom 1. Mai bis zum letzten Sonntag im Oktober, jeweils dienstags bis sonntags, von 10-17 Uhr; letzter Einlaß um 16.30 Uhr. Zusätzlich Ostern, Pfingsten. Größere Gruppen außerhalb dieser Zeiten und Sonderführungen auf Anfrage. Mit dem Pkw oder zu Fuß Zufahrt über Burgstraße (von B 470 beschildert, auch für Busse bis 12m möglich), Parkplatz an der Burgstraße vor der Burg oder zu Fuß über alten Burgweg (sehr steil, Hauptstraße hinter „Tucherstuben“);

Menü