Kulturveranstalter

Allgäu-Museum und Kunstgewölbe

Adresse

Großer Kornhausplatz 1
87439
Kempten

Kontakt

Telefon: 0831/540212-0

http://www.museeninbayern.de/fds/museum.php?470

Das Allgäu-Museum wurde 1999 im 1697 bis 1702 erbauten Kornhaus eingerichtet. Es präsentiert auf insgesamt sechs Etagen Kunst, Kultur und Geschichte der Stadt Kempten und des Allgäus. Der Rundgang beginnt mit einer "Zeitreise durch Kempten". Aus der Gegenwart geht es zurück ins frühe Mittelalter: Neben Themen wie Motorisierung und Industrialisierung wird der Übergang Kemptens an Bayern im Jahr 1803 geschildert. Gezeigt werden außerdem Fürstäbte und Patrizier, Fürstenglanz und Handwerk aus einer Zeit, als Kempten noch in katholische Stiftsstadt und protestantische Reichsstadt geteilt war. In der nächsten Abteilung können "Blicke ins Allgäu" geworfen werden. Zu sehen sind farbenprächtige Fayencen, Reiseandenken, Trachtenhauben, Erzeugnisse aus verschiedenen Glashütten, Kuhglocken und Alpabtriebsschmuck. "Leben in der Stadt": Hier geht es um Arbeit und Freizeit der Bevölkerung Kemptens im 19. Jahrhundert. Die Inszenierung einer "guten Stube" aus der Biedermeierzeit, Porträts von Bürgerinnen und Bürgern, Spielsachen, Tabaksutensilien, Kleidung, Stock und Hut, Möbel sowie die Hofapotheke weisen in die angeblich so gute alte Zeit. Das Leben der Landbevölkerung im Allgäu spielte sich "zwischen Arbeit und Andacht" ab. Traditionelle Flachsbearbeitungsgeräte und milchwirtschaftliche Gerätschaften beleuchten zwei der wichtigsten ländlichen Arbeitsbereiche der letzten 150 Jahre. Rosenkränze, Sargkronen, Jesulein oder Andachtsbilder belegen die vielfältigen Ausdrucksformen der Volksfrömmigkeit. Turm- und Bilderuhren, Zappler und andere Uhren werden zusammen mit Goldwaagen, Geldtruhen, Talern und Batzen unter dem Motto "Zeit ist Geld" ausgestellt. Sogar ein im 17. Jahrhundert vergrabener Goldschatz kann bestaunt werden. In einem eigenen Kunstgewölbe zeigt ein inszeniertes Maleratelier, wie um die Jahrhundertwende gearbeitet und gemalt wurde. Einzelne Künstler wie Adolf Hengeler (1863-1927) und Maximilian Rueß (1925-1990) werden besonders gewichtet. Ausgewählte Werke zeitgenössischer Maler, Graphiker und Bildhauer runden den Überblick über die Kunst im Allgäu ab. Hörbeispiele und andere Aktivstationen sorgen dafür, daß die Besucher nicht nur sehen, sondern auch hören und mitmachen können. Der extra entwickelte Kinderpfad läßt das Allgäu-Museum auch für Kinder und Jugendliche zu einem Erlebnis werden. Di.-So. 10.00-16.00 (montags geschlossen)