Kulturveranstalter

Dom Sankt Peter

Adresse

Domplatz 1
93047
Regensburg

Kontakt

Telefon: 0941/597-1660
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Die Kathedrale St. Peter ist das geistliche Herz des Bistums. Es ist zu Stein gewordener Glaube, der über Jahrhunderte das Leben der Menschen prägt. Er ist der weit sichtbare Mittelpunkt der Stadt Regensburg und ein überragendes Zeugnis der Gotik in Bayern. Der Regensburger Dom ist vor allem eine Stätte des Gebets. Hier feiert der Regensburger Bischof in Gemeinschaft mit den Gläubigen Gottesdienst. Zugleich ist er Begräbnisstätte der Regensburger Bischöfe. Er ist aber auch der Raum, in dem die Regensburger Domspatzen seit Jahrhunderten ihren liturgischen Dienst in der musikalischen Gestaltung der Gottesdienste verrichten. Baugeschichte: Nach mehreren Vorgängerbauten dürfte der gotische Dom bald nach 1260 begonnen worden sein. Ein vorläufiger Abschluß ist mit dem Jahr 1520 anzusetzen. Von 1859–1872 erfolgte erst der Ausbau der Turmhelme und der Querhausgiebel. Die letzte große Innenrenovierung fand von 1985–1988 statt. Der Dom zeigt nun wieder ein freundliches, der Gotik angemessenes Aussehen. Im Zuge der lnnenrenovierung mußte das Domkapitel aufgrund der Platzverhältnisse eine neue, würdige Bischofsgrablege schaffen. Bei den Ausgrabungen entdeckte man Teile des ehemaligen, südlichen Arkadenganges, eines dem romanischen Vorgängerbau vorgezogenen Atriums. Sie wurden freigelegt und können bei einer Domführung bzw. während der Öffnungszeiten der Bischofsgrablege besichtigt werden. Das neue Bronzekruzifix stammt von dem Regensburger Bildhauer Rudolf Koller. Die Farbfenster: Die meisten der sehr wertvollen Farbfenster sind zwischen 1220/1230 und 1320/1370 entstanden. Die Fenster in der Westfassade sind erst vor 150 Jahren hinzugekommen. Aus jüngster Zeit (1967/1968) stammen die farbigen Glasfenster im linken Nebenchor. Sie stammen von Professor Josef Oberberger, der auch zum Abschluß der jüngsten Domrenovierung 1988 das Pfingstfenster im Westen des nördlichen Querschiffes schuf. Ebenfalls von ihm gefertgt wurden die neuen Obergadenfenster, die ganz im Sinne der Gotik nur gedämpftes Licht einlassen. Skulpturenschmuck: Unter den vielen Steinfiguren des Domes sind besonders die Verkündigungsmadonna und der "Lachende Engel" an den westlichen Vierungspfeilern (vom Erminold-Meister, entstanden um 1280) berühmt. Im Chorraum verdienen die Steinfigur des Schmerzensmannes und der gegenüber aufgestellten Maria Magdalena Beachtung. An den östlichen Vierungspfeilern befinden sich die Steinfiguren des hl. Petrus (links) und Paulus (rechts), entstanden um 1320 bzw. 1360/1370. In den Bildwerken, die am stärksten in den Blick fallen, sind wieder die zentralen Wahrheiten des Glaubens dargestellt: Die Menschwerdung Christi, sein Tod und seine Auferstehung und das Hirtenamt der Kirche, das im Petrusamt und im Dienst der Apostel und ihrer Nachfolger zum Ausdruck kommt. Der hl. Petrus ist der Patron des Domes und stellt gewissermaßen die Verbindung mit dem Nachfolger des hl. Petrus in Rom und mit der ganzen Weltkirche her. Weitere Ausstattung des Domes: Beim Rundgang fallen besonders die fünf gotischen Ziboriumsaltäre auf, die sich als Besonderheit im Dom erhalten haben. Vor dem Hochchor geht der Blick nach vorne zum prunkvollen silbernen Hochaltar, der von Augsburger Künstlern stammt und im Laufe von knapp 100 Jahren zwischen 1695 und 1785 zusammengewachsen ist. Hinter dem Hochaltar ist seit 1989 die neue Domorgel eingebaut. Sie ist durch ein Positiv auf der Südseite des Altarraumes ergänzt. Beim Aufgang zum Chorraum, links vom 1976 entstandenen Volksaltar, steht die Kathedra (Lehrstuhl) des Bischofs. In ihr kommt den Besuchern die Stellung des Bischofs als Hirt und Lehrer der ganzen Diözese zum Bewußtsein. Das Bischofsamt ist Zeichen und Garant der Einheit im Bistum und der verbindlichen Glaubenslehre, die die Kirche durch die Jahrhunderte überliefert und in die jeweilige Zeit hinein ausgefaltet hat. Im Dom haben auch bedeutende Bischöfe ihre letzte Ruhestätte gefunden. Es seien nur genannt: Johann Michael von Sailer (1829–1832), Denkmal und Grab im südlichen Nebenchor. Georg Michael Wittmann (1832–1833), Denkmal und Grab im nördlichen Nebenchor. Daneben ist das Grab von Erzbischof Dr. Michael Buchberger (1927–1961). Im rückwärtigen Teil des Mittelschiffes steht das große Bronzedenkmal für Fürstbischof Kardinal Philipp Wilhelm (gestorben 1598), Bruder des Herzogs Maximilian 1. von Bayern, der dieses Grabmal 1611 durch Hans Krumper, München, errichten ließ. Erwähnenswert ist auch die Steinkanzel im Mittelschiff (1482), auf der 1556/1557 der hl. Petrus Canisius gepredigt hat, auf die zwei Reiterstatuen beim Westportal (Martin und Georg), und im südlichen Seitenschiff auf die Gedenktafel für Domprediger Dr. Johann Maier, der kurz vor der Übergabe der Stadt an die Amerikaner am 24. April 1945 durch den Strang hingerichtet wurde, weil er sich für das Leben der Bürger dieser Stadt eingesetzt hatte.