Würzburg feiert seinen Tiepolo fantastico – Ausstellung

Der Italiener Giambattista Tiepolo spielt eine bedeutende Rolle für die Stadt Würzburg. Er stellte die berühmten Fresken in der Fürstbischöflichen Residenz her und hatte hier eine berüchtigte Werkstatt. Zu seinem 325. Geburtsjahr zeigt das Martin von Wagner Museum in Würzburg mit einer großen Videoserie die Welt des Genies. Sie begleitet die aktuelle Ausstellung „Der Arbeit die Schönheit geben“ des Museums im Internet und beleuchtet den freien Künstler aus Venedig. Die Werke stehen den Besuchern wieder in live offen.

Martin von Wagner-Museum

Tiepolo zeichnete in Würzburg und kreierte unter anderem Gemälde und Radierungen. Drei Jahre lang genoss er die guten Arbeitsbedingungen vor Ort, nachdem der Fürstbischof ihn 1750 hierher eingeladen hatte. Tiepolos produktives Treiben führte zu zahlreichen Ergebnissen, die das Museum, das zur Universität gehört, für die wertvolle Ausstellung hervorholte.

Künstler bei Hofe und herzliche Glückwünsche

Die Videos auf YouTube drehen sich zum Beispiel um die Zeit, in der Tiepolo in Würzburg war (18. Jahrhundert) sowie bestimmte Werke von ihm. Experten sprechen über ihre Lieblingsobjekte von ihm und wie der geistige Fortschritt der Menschen den Künstler beeinflusste. Die Werkstatt wird in einem eigenen Teil besprochen. Drei Videos widmen sich Tiepolos meisterlichen, teils selbst erfundenen Techniken. Am 5. März veröffentlichte das Museum zudem einen Kurzfilm mit Grüßen zu Giambattistas Geburtstag.

Ein Höhepunkt der Serie ist eine Online-Führung mit dem Direktor der Gemälde- und Grafikabteilung des Museums, Prof. Dr. Damian Dombrowski. Darin stellt er in aller Ausführlichkeit die Werke der Ausstellung vor. „Wir möchten die Ausstellung zugänglich machen für das Publikum im digitalen Raum“, betonte Dombrowski. Verbunden zeigte er sich seinen Kollegen im Museum und ihrem maßgeblichen Beitrag zur Verwirklichung des Projekts.

Ausstellung vor Ort wurde in angepasster Form verlängert

Weil wichtige geliehene Werke im Winter wieder in ihre Heimatländer zurückgehen mussten, überlegten sich die Köpfe hinter „Tiepolo und seine Werkstatt in Würzburg“ (so der Untertitel der Ausstellung) für den Frühling und in den Sommer hinein eine Light-Version: Bis zum 15. Juli ersetzen jetzt zum Beispiel Faksimiles hochwertige Zeichnungen, die vorher den Kern der großen Kollektion bereicherten. Vier bunte Gemälde, die während ihrer Leihe in der Reihenfolge der Bilder eine besondere Rolle spielten, können noch durch Kopien erlebt werden. Das Museum in Franken ist großzügig und stellt seine Originale weiterhin zur Verfügung.

Noch zwei Monate lang echte Tiepolos möglich

Weil der städtische Inzidenzwert kontinuierlich unter 100 blieb, ist die Ausstellung jetzt wieder für Publikum geöffnet: In drei Zeitfenstern zwischen 10.00 und 13.30 Uhr können Besucher die Exponate in der Gemäldegalerie bestaunen. Wegen einer personellen Höchstgrenze muss vorher ein Termin mit dem Museum vereinbart werden, daneben besteht Mundschutzpflicht.

Ein Beitrag von Vincent Gabriel Wolenik, 21.05.2021

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