6. Februar bis 30. August 2026 | Neues Museum Nürnberg | Eine 500 Jahre alte Karte ist der Ausgangspunkt für eine großformatige Fassadeninstallation am Neuen Museum Nürnberg: Die Künstlerin Mariana Castillo Deball setzt sich in ihrer Ausstellung „Ella es la luna and she lights the darkness“ mit der „Nuremberg Map of Tenochtitlan (1524)“ auseinander – der ersten in Europa veröffentlichten Karte der aztekischen Hauptstadt Tenochtitlan, gelegen im heutigen Mexiko.
Neues Museum Nürnberg: „Mariana Castillo Deball: Ella es la luna and she lights the darkness“ – Monumentale Fassadeninstallation
Christina Müller
Mariana Castillo Deball nimmt die historische Karte zum Ausgangspunkt für eine monumentale textile Installation für die Museumsfassade. Dabei untersucht sie Karten nicht als neutrale Abbilder der Welt, sondern als kulturelle Objekte, die Ordnungssysteme, Machtverhältnisse und Zuschreibungen produzieren. Die jüngsten US-amerikanischen Operationen in Lateinamerika verleihen der Ausstellung dabei sicherlich eine besondere Aktualität.
Mariana Castillo Deball (*1975, Mexiko-Stadt) lebt und arbeitet in Berlin und Mexiko-Stadt. Ihre Arbeiten wurden international gezeigt, unter anderem auf der documenta, der Biennale von Venedig und der Biennale von São Paulo. Seit 2015 ist sie Professorin für Bildhauerei an der Kunstakademie Münster. In Kooperation mit dem Germanischen Nationalmuseum ist ein historischer Druck der Karte dort bis zum 22. März 2026 im Rahmen der Ausstellung Nürnberg Global im Original zu sehen.

