ab 13. Dezember 2025 | Museum im Kulturspeicher | Gemeinsam mit seiner Ehefrau Rosemarie (1944–2024) baute Peter C. Ruppert (1934–2019) eine der wichtigsten internationalen Kunstsammlungen zur Konkreten Kunst auf. Seit 2002 wird die Privatsammlung „Peter C. Ruppert. Konkrete Kunst in Europa nach 1945“ im Museum im Kulturspeicher (MiK) Würzburg gezeigt. Nun wird sie erstmals seit über zehn Jahren neu präsentiert: Über 300 Gemälde, Fotografien und Skulpturen finden – unter Berücksichtigung aktueller Forschungsperspektiven – einen neuen Platz.
Museum im Kulturspeicher Würzburg: „Peter C. Ruppert. Konkrete Kunst in Europa nach 1945“ – Ausstellung
Christina Müller
Angesichts des Umfangs erfolgt die vollständige Neupräsentation der Sammlung in drei aufeinanderfolgenden Etappen, die etagenweise neu eröffnet werden. Im Fokus des ersten Teils der Neupräsentation stehen ab dem 13.12.2025 die grenzübergreifenden Netzwerke der Künstler*innen dieser Kunstrichtung unter dem Motto „Meeting Point Paris“. Denn nach 1945 war Paris das internationale Kunstzentrum für eine neue Generation von Kunstschaffenden, deren Lebenserfahrungen durch Krieg, Flucht und Ausgrenzung geprägt wurden. Ihr Anspruch war es, eine auf geometrischen Grundformen beruhende abstrakte Malerei als Universalsprache zu entwickeln. Sie sollte länderübergreifend dem Denken in Nationalismen, das zu zwei Weltkriegen geführt hatte, Presseinformation entgegenwirken. Mit über 40 hochkarätigen Kunstwerken wird dieses wichtige Kapitel zu den Anfangsjahren der Konkreten Kunst in einem Sammlungsraum des Würzburger Museums eindrucksvoll veranschaulicht. Ein Sondergebiet der „Sammlung Peter C. Ruppert“, dem zu neuer Geltung verholfen werden soll, ist die Konkrete Fotografie. In Kombination mit Lichtskulpturen wird der Reichtum fotografischer Positionen der Ruppert-Sammlung kompakt präsentiert. Die Entwicklung der Konkreten Fotografie – von den Pionierarbeiten der 1940er-Jahre bis zu aktuellen Arbeiten des 21. Jahrhunderts – wird dabei vollständig nachgezeichnet.

