Lost places – Die Magie verlassener Orte

Laufzeit: bis 13. Dezember 2020 | Fotografien von Jörg Schleicher im Fränkischen Museum Feuchtwangen | Der Künstler Jörg Schleicher führt an insgesamt 4 Sonntagen durch die Ausstellung und erzählt Wissenswertes über die Entstehung der Fotos, über die Suche nach verlassenen Orten und einige technische Hintergründe der „Lost places“-Fotografie.

Lost Places

Bis zum 13. Dezember 2020 ist im Fränkischen Museum eine Ausstellung zu sehen, die sich einer speziellen Form der Architekturfotografie widmet: Verlassene Orte haben ihre eigene Ästhetik. Auf viele Menschen üben sie eine große Faszination aus. Aufgelassene Industriehallen, verlassene Krankenhäuser, verwaiste Heime, alte Gasthäuser, nicht mehr genutzte Kirchen haben ganz eigene Qualitäten zu bieten: Den Hauch der Geschichte, Verfall, Rückbau, bröckelnder Putz, blätternde Farbe, einstürzende Bauteile, Spinnweben und Staub, aufregende Details, Abwesenheit von Menschen, aber auch Stille, Leere, weite Räume, Magie des Lichts, Schönheit des Unvollkommenen. Die Natur erobert sich diese Orte nicht selten zurück.
Jörg Schleicher fotografiert verlassene Orte als „Nature morte“ der Gegenwart, mit hoher Brillanz.
Der Begriff „Lost place“ ist ein Pseudoanglizismus und bedeutet sinngemäß „vergessener oder verlassener Ort“. Der korrekte Ausdruck im Englischen lautet „abandoned premises“ oder umgangssprachlich „off the map“. Dahinter verbirgt sich eine spezielle Form der Architekturfotografie. Nicht wenige Reiseführer und Bildbände sind zu diesem Sujet bereits erschienen. Jörg Schleicher ist ein Vertreter dieses Fotografie-Genres, der durch seine besonderen Motive und seiner überaus künstlerischen Bearbeitung der Bilder beeindruckt. Ganz außergewöhnliche Bilder entstanden beispielsweise bei einem Besuch des Gasthauses Goldene Krone, das seit Jahren am Marktplatz in Feuchtwangen leer steht. Auch einige dieser Aufnahmen sind in der Ausstellung zu sehen.

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