In sechster Generation führt die Familie Kreisel bereits den Traditionsbetrieb, der seit seiner Gründung in Familienhand liegt.
In der Fürther Schwabacher Straße rast das Leben wortwörtlich – und das in all seiner Geschwindigkeit. Innerhalb der roten Backsteinmauern hinter der Nummer 106 herrscht jedoch ein Gefühl der Entschleunigung, denn Präzision und Leidenschaft stehen in den Räumen und Werkstätten von Klavier Kreisel im Vordergrund. Seit vielen Jahrzehnten widmet sich die Familie Kreisel mit feinem Gehör, handwerklicher Präzision und einer Portion Leidenschaft dem Stimmen, Warten und Instandsetzungen von Tasteninstrumenten.
In sechster Generation führt die Familie Kreisel bereits den Traditionsbetrieb, der seit seiner Gründung in Familienhand liegt. Bei der Firmengründung 1864 erhielt Konrad Kreisel, damals noch in Nürnberg, die Lizenz zum selbstständigen Klaviermacher. Neben eigenen Instrumenten war bereits der erste Kreisel zudem Vertreter vieler Klavierfirmen. Über Generationen wuchs das Unternehmen, es wurde immer bekannter – 1918 begann auch die eigene Produktion, die Jahre später jedoch eingestellt werden musste. 1948 zog das Unternehmen nach dem zerstörerischen Krieg nach Fürth.
Sechste Generation Kreisel: Wie eine Werkstatt mit der Zeit geht
Aktuell führt Thomas Kreisel gemeinsam mit seiner Mutter Sylvia Kreisel den Betrieb. Im Gespräch erklärt Thomas, dass auch ihm die Liebe zum Piano in die Wiege gelegt wurde: Und so ist es beim Klavierspielen auch.“ Nachdem er in den Räumen aufwuchs, begann er seinen Ausbildungsweg, der ihn durch ganz Deutschland und bis in die Schweiz führte – schlussendlich entschied sich der Klavierbauer jedoch für die Familienwerkstatt. Zurück in der Heimat kam es Kreisel schließlich wieder: Er erkannte all die Parallelen zu seinem Großvater, wie auch er einst in den Gängen des Familienunternehmens langstolzierte. „Ich glaube, das war einer der Momente, wo ich gesagt habe: ‚Ja, ich fühle mich richtig wohl‘.“
Heute kümmert sich Thomas Kreisel nicht nur um seine Kundinnen und Kunden sowie seinen Instrumenten – sondern bildet auch aus. Mehr zum Beruf des Klavierbauers, hier:

