„Jüdisches Feuchtwangen“ – Kulturreihe zum Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“

Vom 1. Oktober bis zum 19. Dezember 2021 bietet die Reihe zahlreiche Veranstaltungen, von Vorträgen über Konzerte, Lesungen sowie einer Theaterperformance umrahmt von einer Installation und Ausstellung im Fränkischen Museum unter dem Titel „Erinnere. Bewahre. Wandle. Von jüdischem Leben in und um Feuchtwangen.“.

Alexander Ourth

ERINNERE. BEWAHRE. WANDLE.
1. OKTOBER BIS 19. DEZEMBER 2021
VON JÜDISCHEM LEBEN IN UND UM FEUCHTWANGEN
INSTALLATION UND AUSSTELLUNG
FRÄNKISCHES MUSEUM

„Erinnerung ist das Geheimnis der Erlösung“, lautet ein Satz des jüdischen Gelehrten Baal Schem Tov; der spanische Philosoph George Santayana formuliert diesen Gedanken mit historischer Perspektive: „Die sich des Vergangenen nicht erinnern, sind dazu verurteilt, es noch einmal zu erleben“ – Zentral ist das Erinnern, das Gedenken und – damit verbunden – das Nicht-Vergessen. „Zachor!“ רוכזֹ) ) – „Erinnere Dich!“ ist auch ein wichtiges Gebot im jüdischen Glauben. In Verbindung mit der Erforschung der jüdischen Geschichte Feuchtwangens wird im Fränkischen Museum der Vorgang des Erinnerns in den Mittelpunkt gestellt. Das Museum soll mit dieser Ausstellung zu einem zentralen Erinnerungsort für das jüdische Leben in Feuchtwangen und die Shoa werden, steht doch ein Teil der heutigen Anlage an dem Ort, an dem einst die Synagoge stand – das Museum und seine Gebäude wie der Standort selbst sind also gleichermaßen Orte der Erinnerung. Hier wird sie gepflegt oder verschwiegen, sie wird präsentiert oder ausgeblendet, bewusst oder unbewusst. Den Kern der Ausstellung bildet eine Medieninstallation, in welcher Dokumente, Bilder, Töne, Protokolle, Urkunden, und Texte von und über Jüdinnen und Juden (darunter Lion Feuchtwanger), die mit der Stadt verbunden sind, poetisch und künstlerisch verarbeitet werden.

Weitere Termine und Veranstaltungsbeschreibungen der Feuchtwanger Kulturreihe finden Sie auf der Webseite:

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