„Blitirí“ – Ballett-Film zur neuesten Choreographie von Goyo Montero

Im Digitalen Fundus des Staatstheaters Nürnberg ist aktuell der hochgelobte Ballett-Film zu Goyo Monteros jüngster Kreation „Blitirí“ zu finden. Die Choreografie hat am 10. Juli im Rahmen des dreiteiligen Ballettabends „Goecke/ Godani/Montero“ auf der Opernhausbühne ihre Premiere gefeiert. „Blitirí“ war ursprünglich als rein digitales Projekt konzipiert und geplant worden, da im Winter noch nicht abzusehen war, wann das Staatstheater Nürnberg Ballett in der aktuellen Spielzeit wieder live vor Publikum auftreten können würde. Daher reflektiert der Nürnberger Ballettdirektor mit „Blitirí“ zum einen die besondere Beziehung, die Tänzerinnen und Tänzer mit ihrem Publikum verbindet, zum anderen führt er seinen Vorstoß in die Welt der filmischen Realisierung und Erweiterung choreografischer Projekte fort.
Den Link zum Film finden Sie unten auf der weiterführenden Seite.

Staatstheater Nürnberg

Hinter dem Titel der Neukreation, „Blitirí“, verbirgt sich ein Begriff, der im Sprach-gebrauch des Mittelalters geläufig war und ein „Wort ohne Sinn“ meint. In der Namensgebung spiegeln sich absichtslose Spielfreude und die reine Lust an der Bewegung wieder. Mit spielerischer Raffinesse wird die Beziehung der Tänzerin-nen und Tänzer zum Publikum vorgeführt und mit dessen Erwartungshaltung ge-spielt.
„Blitirí“ hat einen starken Bezug zur Musik: Owen Belton, Monteros langjähriger künstlerischer Partner, stellt klangvolle Verbindungen zum Gesamtkonzept der Choreografie sowie eine musikalische Brücke zu den weiteren Musiktiteln her: Mozarts G-Dur-Variationen über „unser dummer pöbel meint“ in der genialen In-terpretation des legendären Pianisten Friedrich Gulda, Bobby McFerrins Interpre-tation des Beatle-Songs „Blackbird‟ sowie PJ Harveys intensive Punkrock-Bal-lade „Rid of Me“.
Das Live-Erlebnis einer Tanzaufführung ist unersetzbar. Dennoch hat das Staatstheater Nürnberg Ballett in der Pandemie-Zeit digitale Formate für sich entdeckt, die es möglich gemacht haben, weiterhin mit dem Stamm-Publikum in Kontakt zu bleiben und zugleich Reichweite und Sichtbarkeit der eigenen Pro-duktionen zu verstärken. Diese Erweiterung durch digitale Angebot soll nun wei-tergeführt werden.

Pressestimmen:

„Mit „Blitirí“ ist Goyo Montero der Tanz auf dem Vulkan gelungen, genauer gesagt: Er hat die Balance zwischen realer Aufführung und Online-Darbietung mit pirouettenhafter Leichtigkeit gemeistert.“

„So nah kommt man selbst in der ersten Reihe nicht, dass man den Tänzerinnen und Tänzern in die Augen schauen, ihre Schweißperlen sehen kann, ihre die Inhalte des Tanzes unterstreichende Mimik. Stefan Kleeberger rückt ihnen auf die Pelle (…). Diese Einblicke sind phänomenal. Gänsehautverdächtig.“

tanznetz.de, 27.7.21

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„Das Zuschauen ist reine, helle Freude. „Blitirí“ entpuppt sich als tiefgründig-geniales Knallbonbon. (…) Ein großer Wurf. Paradigmatisch für die Saison 2020/21.“

DANCE FOR YOU Magazine

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Und diese Choreografie [Blitirí] wird in einer filmischen Umsetzung (von Stefan Kleeberger) in ausgezeichneter Regie und mit gekonnter Kameraführung (…) gezeigt.

 

Die Tänzer*innen zeichnen sich dadurch aus, dass sie die choreografischen Experimente unterstützen und verblüffende Extreme erreichen.

Goyo Montero erweist sich einmal mehr als Künstler ersten Ranges: Seine choreografischen Pinselstriche sind mit sensibler Hand ausgeführt.

L’ape musicale, 27.7.2021

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